Cöllnisches Stadtbuch (Signatur A Rep. 510 Nr. 1), Folio 2 recto
[Vermerk über die kürzliche Aufkündigung der einheitlichen Verwaltung
der Städte Berlin und Cölln und die Trennung der Ratswahlen, 1442 (1443)a]a. Beginn des Kerntextes und der Transkription bei Clauswitz (Stadtbuch Cölln, S. 43), Kaeber datiert auf 1443 (a.a.o., S. 129)
NA Cristi unses heren boͤrt dusent yar virhuͤndert yar
unde Im tweunde druttigesten yar des Sunavendes
na unser liven frouwen daghe visitationis,bb. 5. Juli 1432
dun dy
Radheren van Beyden steden Berlin unde Colen Na
Rade der raͤtheren der Stede Brandenborch olt und
nye und ffrankenforde unde na wyllen beheith
und fulboͤrt aller Borghere und Inwonere Beyde uth
den werken und van der Meynheit wegen desser
hadden. So ys nu Im yare unde daghe hir nagheschreven | Na Cristi
unses heren bort virtheinhundert yar | dar na Im tweundevirtigesten
yare Am daghe zo men In der hilighen kerken Singhet Oculi mei,cc. 4. März 1442
dy Selve gude eninghe und vordracht beyder Stede Nicht na den wyl-
len godes, Sunder van twydrachten, dy sich wunderliken unde seltzen
tuschen den radheren und der gantzen meynheit van beyden steden an
eyme Unde der virwerke med etliken Inninghen desser twier stede
Am anderen deyle Irhuͤfen, Unde ok van bybringinge unde Schickunge
Radhuͤsz dar he van oldinghes up gegan heth, eͤr sich dy stede vor-
enigheden weder sitten Unde dar Na synen Besten vormogen und
gutduͤnckent, Sunderen na Synen gesworen eyden. der Stad beste hande-
len, hantyͤren und uthrichten Met upnemen und uthgeven der tynsze11. Am rechten Rand mit Bleistift: XB (Bedeutung unklar). Daneben ist eine Textpassage mit Bleistift unterstrichen
und Renthe etc. dy thu der Stad ghehoren, und alle zaken dy der stad
anlanghen. Nach deme alzet denne nuͤ alzo gefallen ys alze dat alle
